Mal grausam komisch, mal unerträglich zärtlich: In diesen fünf dunklen Geschichten gerinnt Liebe zu Mord, Trauer öffnet dem Unheimlichen die Tür, und das Universum begleicht still seine Rechnungen.
Frauen, die sich weigern, einfach nur zu leiden, und Männer, die zu spät lernen, dass manche Schulden immer fällig werden. Für alle, die ihren Horror mit einem Lachen mögen — und ihr Lachen mit Gänsehaut.
Zwei dieser Geschichten hat das Leben selbst geschrieben. Welche? Das entscheiden Sie.
Aus dem Tschechischen ins Englische übersetzt von Alžbeta Pavlicová.
Seit über einem Jahr zweigt Frank heimlich Münzen von seiner Rente ab, um zur Goldenen Hochzeit fünfzig rote Rosen zu kaufen. Brenda, festgeklebt auf dem Sofa mit Chips und Seifenoper, hat ihm die meisten dieser fünfzig Jahre zur Hölle gemacht. Es wird ein Jahrestag, den niemand vergisst.
Liebe über das Grab hinaus
Vierzehn Monate nach Lukes Tod bringt Clara es immer noch nicht über sich, sich im Bett auf seine Seite zu drehen. Nun ruft er sie Nacht für Nacht zu sich. Eine moderne Fassung von Erbens Brauthemd, der Schauerballade, die tschechische Schulkinder seit 1853 das Fürchten lehrt.
Luca Lues
Fünf Jahre nachdem sie ihren trinkenden Mann vor die Tür gesetzt hat, wünscht sich Monica vom Leben nur noch eines, das sie bis ins Mark erschüttert. Ein charmanter Fremder gibt ihr weit mehr, als sie wollte.
Keine Gefangenen!
Hedwig will nur eine ruhige Sauna. Sie bekommt Rüpel, Lüstlinge und schließlich die Wahrheit darüber, wen ihr Mann wirklich liebt. Manche Türen bleiben besser verklemmt.
Ein Märchen mit Happy End
Ein Leben lang haben Joseph und Mary einander Ovids Geschichte von dem Liebespaar vorgelesen, das in derselben Stunde starb. Alt und krank bitten sie nun um nur eines: gemeinsam zu gehen.
Treten Sie ein. Und vergessen Sie nicht: no bugger lasts. Right?
Leseprobe · Übersetzung in Arbeit
Die Klage einer Frau
Der Prolog
Jeder hat Angst. Vor manchem weniger, vor manchem mehr. Der eine fürchtet, die Arbeit zu verlieren, betrogen zu werden, krank zu werden. Es kann genauso gut die Angst sein, wie schnell die Jahre, die Falten, die Kilos zunehmen — oder dass die Kinder erwachsen werden, ihren eigenen Weg finden und aus dem Nest fliegen. Manche dieser Ängste werden mit den Jahren wahr, manche nicht.
Aber ausnahmslos alle fürchten wir den Tod.
Nur welchen? Es gibt doch nicht nur einen.
Fürchte ich am meisten, dass ich sterbe? Mein Vater, meine Mutter, mein Mann, mein Partner, meine Tochter, mein Sohn? Jeder Tod berührt uns zutiefst, ob wir wollen oder nicht.
Selbstsüchtig bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der gnädigste Tod der ist, der mich holt. Wenn auch wohl nur, wenn er unerwartet und sehr schnell kommt.
Andererseits — was ist mit den Geliebten, die zurückbleiben? Das ist ganz und gar nicht einfach.
Und wohl auch deshalb sind der Tod, aber auch die Liebe und der Hass, seit Jahrtausenden die beständigsten und dankbarsten Stoffe der Kunst.
Von der Liebe träumt jeder, weil jeder glaubt und hofft, gerade er werde die eine, die schicksalhafte finden. Und selbst wenn nicht — allein die Sehnsucht, die unser Herz antreibt, ist es wert, erlebt zu werden.
An den Tod dagegen will niemand denken. Als gäbe es ihn nicht. Als würde er nie kommen. In unserem Land kommt noch hinzu, dass wir ein Volk von Atheisten und Gottlosen sind. Überwiegend.
Aber vergessen wir nicht: Er kommt. Früher oder später kommt er für jeden von uns. Vielleicht wäre es gut, ihn nicht mehr zu fürchten und anders über ihn nachzudenken. Als einen gewöhnlichen Teil unseres Lebens.
Ein persönliches, sehr schweres Erlebnis hat mich dazu gebracht, Die Klage einer Frau zu schreiben. Damit es aber nicht nur eine „gewöhnliche“ Geschichte von Leben und Tod wird, hat das Buch zwei Handlungsstränge und als Zugabe ein kurzes, aber ehrliches, stellenweise schweres und doch auch heiteres Gespräch mit meiner sehr guten Freundin, einer Fachärztin für Psychiatrie. Ist es schwer, zu sehen und zu wissen, dass man manchmal einfach nicht helfen kann? Und wer hat es am schwersten?
Ich kann es nicht sagen …
„Was ihr jetzt seid, waren auch wir. Was wir jetzt sind, werdet auch ihr.“Grabinschrift. Verfasser unbekannt.
Ivana mit einer Palette von Nářek ženy, dem tschechischen Original von Die Klage einer Frau.
Ivana H. Kozmin ist das Pseudonym von Ivana Hlubinková Kožmínová.
Über die Autorin
Die Weltmeisterin, die im Dunkeln zu schreiben begann.
Ivana H. Kozmin ist eine tschechische Autorin dunkler, rabenschwarz-komischer Geschichten über Liebe, Ehe und alles, was dazwischen schiefgeht.
Als Mädchen hörte sie, wie ihre Lehrerin Kytice vorlas, Karel Jaromír Erbens Sammlung gotischer Balladen von 1853. Die Geschichten erschreckten und faszinierten sie gleichermaßen. Die Faszination blieb: Bis heute liest sie Krimis und Horror am liebsten.
Jahrelang war ihr Leben Bewegung. Als Aerobic-Trainerin und Choreografin gewann sie zwei Europa- und zwei Weltmeistertitel im Aerobic Show, und sie unterrichtet bis heute Aerobic, Tabata und Yoga.
Zu schreiben begann sie während der Pandemie: Kurzgeschichten aus dem Leben, die sie an Freundinnen schickte. Deren Begeisterung führte zu ihrem ersten Buch, einem bissigen, komischen Blick auf misslungene Dates. Seitdem schrieb sie eine politische Satire aus acht Jahren im Gemeinderat, einen zutiefst persönlichen Bericht über die Krankheit und den Tod ihres Mannes und No Bugger Lasts, Right, ihr erstes Buch auf Englisch.
2×Weltmeisterin im Aerobic Show
2×Europameisterin
8Jahre im Gemeinderat
4Bücher auf Tschechisch
Lesungen & Auftritte
Auf der Bühne und hinter den Kulissen.
Ivana folgen
Verpassen Sie das nächste nicht.
Neue Bücher, Übersetzungen und ab und zu eine Gruselgeschichte zum Einschlafen.